Samstag, 12. September 2009

FC Bayern Hof-TSV Grossbardorf 2:0

Oberliga Bayern
Stadion Grüne Au, 600 Zuschauer
Ground No. 1022

Endlich schaffe ich es zu Bayern Hof, nachdem dieser Versuch schon mehrmals an blöden Spielansetzungen, einer Spielabsage und mühsamen Zugverbindungen gescheitert ist. Leider ist das Derby Bayern Hof-Bayreuth in dieser Saison auf der grünen Au schon gespielt worden. Da ich schon ziemlich in der Nähe bin, besuche ich eines der ältesten und kultigsten Stadien Deutschlands halt trotz nicht sehr attraktivem Gegner. Hof liegt an der Saale und nur unweit der tschechischen Grenze entfernt. Der heutige Gegner Grossbardorf war zwar in der letzten Saison noch in der Regionalliga Süd, ist aber ein Verein ohne Fans und ohne grössere Bedeutung. So überrascht es heute auch nicht, dass keine erkennbaren Fans angereist sind. Bayern Hof kann noch auf eine treue Unterstützung der Fans zählen, diese stehen auf den Stehplätzen unterhalb der kleinen, sehr hohen Haupttribüne. Heute kann man jedoch die Anfeuerungsrufe an einer Hand abzählen und das Spiel über bleibt es von ein paar Rentner-Pöbeleien abgesehen ruhig. Grund dürfte mitunter der schlechte Saisonstart und die aussichtslose Aufholjagd auf den souveränen Leader Memmingen sein. Das Spiel ist auf einem ziemlich tiefen Niveau und von vielen Fehlpässen geprägt. Bayern Hof zeigt sich immerhin sehr engagiert und kann einige Torchancen kreieren, welche aber zu Beginn alle kläglich vergeben werden. Erst später fällt endlich das erlösende 1:0 und später sogar noch das 2:0. Der zweite Treffer ist ein herrlicher Weitschuss und könnte es locker zum Tor des Monats (zumindest in der Bayernliga) schaffen. Bayern Hof kann sich durch diesen Sieg ein bisschen Luft zum Abstiegsplatz verschaffen und die Fans zuversichtlicher stimmen.

Das Stadion grüne Au muss man einfach gesehen haben, solange es noch in dieser Form besteht. Eine beinahe quadratische Haupttribüne auf einer Art Podest mit Stehplätzen darunter sowie eine alte Gegentribüne aus Holz schmücken die Szenerie. Hinter den Toren sind Stehplätze mit viel Kies, wo man ganz automatisch nostalgisch wird. Der Ground ist zu Fuss in ca. 15 Minuten vom Bahnhof aus zu erreichen.

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