Samstag, 10. Januar 2009

Arsenal FC-Bolton Wanderers FC 1:0

Premier League
Emirates Stadium, 60068 Zuschauer
Ground Nr. 991



Als letzten Ground der so genannten „big four“ (Manchester United, Liverpool, Chelsea und Arsenal) besuchte ich heute die Gunners. Da die Tickets für die vier genannten Vereine jeweils schwierig zu erhalten sind, bleibt häufig nur noch der Kauf eines Gästeblock-Tickets. Diese gehen aber nur selten in den so genannten General Sale, der allen zugänglich ist. Teams wie Bolton Wanderers, Wigan etc. verkaufen teilweise nicht alle Tickets an Saisonkarteninhaber und Member. So waren heute im Gästeblock auch zahlreiche Touris, welche diese Karten wohl zumeist trotzdem über den Schwarzmarkt bekommen haben. Dieser floriert vor dem Spiel vor dem Stadion ziemlich, so dass man zu einem bestimmten Preis immer Karten bekommt. Nervige Sache aber für die Bolton-Fans, wenn da Touristen mit einem Plastiksack voller Arsenal-Artikeln rumlaufen. Das Stadion ist entweder per Tube (Station Arsenal ist am nächsten, auch Finsbury Park bietet sich an) oder per Zug (Finsbury Park) erreichbar. Die Tube Arsenal wird bei Überfüllung aber oft gesperrt, so dass man lieber nach Finsbury oder Highbury geht, wenn man im Stress ist. Die Stimmung im Stadion war wie erwartet dürftig. Die wenigen supportwilligen Bolton-Fans wurden immer von den nervigen Stewards gestresst, so dass man immer absitzen musste, sonst wurde man hinausgeführt. Was für uns zum Glück noch selbstverständlich ist (stehen, auch wenn es Sitzplätze hat; Bier und Zigaretten im Stadion erlaubt), gehört leider in England schon lange der Vergangenheit an. Schade, denn durch diese Schikane und die immer teurer werdenden Tickets ist die Stimmung höchstens noch bei Derbys interessant. Dabei wäre Potenzial vorhanden, nirgends wie in England reagieren die Leute so emotional auf Spielsituationen, es wird geflucht, aber eben leider alles im Rahmen dieser Regeln. Glücklicherweise spielte ein gewisser Gretar S. aus I. nicht, da er gesperrt war. Dafür übernahmen sämtliche seiner Teamkollegen Verteidigungsaufgaben, so dass man getrost von einem 8-1-1 sprechen konnte. Arsenal hatte sichtliche Mühe mit diesem Riegel und rannte 84 Minuten vergeblich an, ehe … doch noch zum 1:0 einschoss. Der Jubel der Arsenal-Fans war sichtlich verhalten, irgendwie rechnet man wohl bei den Grossteams immer mit späten Siegestoren. Zumindest stimmten nun einige Leute hinter dem Tor ein paar Gesänge an. Jetzt geht‘s dann mal noch nach Middlesbrough, danach hat mich die Premier League wohl für eine Weile gesehen (außer etwelche Aussenseiter aus der 2. Liga steigen einmal auf).

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