Sonntag, 25. Januar 2009

Union Estepona C.F.-C.D. Imperio 3:1

Tercera Division Grupo IX
Estadio Municipal Francisco Muñoz Perez, ca. 1200 Zuschauer
Ground No. 997


Um 12 Uhr Mittags wurde dieses Spiel der 4.-höchsten Liga Spaniens angepfiffen. Das Stadion Municipal Francisco Muñoz Perez ist ein schöner Neubau mit einer überdachten Haupttribüne und einer unüberdachten Gegentribüne sowie einer Hintertortribüne mit einigen Reihen an Sitzen. Auf der anderen Hintertorseite ist lediglich ein Felsen ohne Zuschauerplätze. Der Kunstrasen-Wahn hat nun auch Spanien erreicht und so trägt Union Estepona seine Heimspiele auf einer Unterlage mit Dutzenden von verschiedenen Linien aus, was ziemlich für Verwirrung sorgt. Estepona als Drittplazierter wurde von 50 Fans unterstützt, welche einige Zaunfahnen (zwei davon mit dem Konterfei Che Guevaras) sowie Schwenkfahnen dabei hatten. Der Support war nicht schlecht, auch wenn die Lautstärke ein wenig zu Wünschen übrig liess. Aber es wurde beinahe pausenlos gesungen, es waren eher längere Lieder, bei denen man fast nur die anwesenden Frauen hörte, welche Chor-ähnlich ihre Lieder zum besten gaben. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit folgte ein gewaltiger Platzregen, welcher die ganze Kurve auf die Haupttribüne flüchten liess. Dort wurde eifrig weiter supportet und wir konnten den ca. 40jährigen Capo beobachten, welcher ständig hin- und herlief und die Leute animierte. Für ein Spiel der 4. Liga in Spanien wurden wir ganz klar überrascht. Union Estepona dominierte das Spiel, konnte aber bis zur Pause kein Tor erzielen. Kurz nach der Pause traf Estepona erstmals, im Gegenzug jedoch konnte Imperio ausgleichen. Danach folgte ein Sturmlauf von Estepona mit den verdienten Treffern Nummer 2 und 3. Eines davon war ein direkt verwandelter Eckball, der dank gütiger Hilfe des Windes schön über den Torwart ins Netz flog. Während dem Spiel lernten wir noch Klemens aus Berlin kennen, welcher mit einem kultigen gelben VW-Bus von Berlin nach Marokko unterwegs ist und in einem Blog (www.Marokko-post.de) von seiner Reise berichtet. Klemens bot uns freundlicherweise an, uns nach dem Spiel nach La Linea mitzunehmen. So konnten wir die teuren Taxikosten (der Bus nach La Linea wäre zu spät angekommen) sparen und fuhren bei ziemlich überschwemmten Strassen in Richtung La Linea.

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