Sonntag, 25. Januar 2009

Real Balompedica Linense-Ecija Balompie S.A.D.

Segunda Division Grupo 4
Estadio Municipal de La Linea, ca. 1500 Zuschauer
Ground No. 998

Linense, der Klub aus La Linea de Concepcion, durchlebte in dieser Saison bisher eine veritable Krise und war vor dem Spiel klar Tabellenletzter. Lediglich ein Spiel konnte bis anhin gewonnen werden. La Linea befindet sich unmittelbar an der Grenze zu Gibraltar und so trafen wir den Rest unserer Gruppe in der Stadt, welche einmal mehr die Affen auf dem Berg mit ihrer Anwesenheit beehrt hatten. Das Stadion hat ein Fassungsvermögen von 20’000 Zuschauern und hat schon wesentlich bessere Tage gesehen. Der Putz bröckelt ziemlich und die sanitären Anlagen erinnern an das alte Wankdorf. Die Haupttribüne ist in der Mitte mit Sitzen bestuhlt, auf den beiden Seiten sind lediglich Sitzreihen. Die Gegentribüne ist wunderbar alt mit vielen Sitzreihen, welche beinahe aussehen wie die alten Sitzbänke auf der Nordtribüne im Wankdorf, mit dem Unterschied dass diese nicht aus Holz, sondern aus Stein sind. Auf dieser Gegentribüne machten wir es uns gemütlich. Das Spielfeld ist von einer Tartanbahn umgeben, hinter den Toren finden sich Stehplatzkurven (welche heute jedoch nicht geöffnet wurden). Der Rasen war an einigen Stellen mit riesigen Pfützen gefüllt und nur an wenigen Orten wäre diese Partie wohl angepfiffen worden. Aber die sowieso nicht sonderlich talentierten Spieler mieden diese Ecke einfach wenn immer möglich und so gab es leider nur wenige lustige Momente mit steckenbleibenden Bällen und Wasserschlachten. Das Spiel vom Tabellenletzten gegen den Viertletzten hielt, was sie auf dem Papier versprochen hatten: Not gegen Elend, ein Graus zum Zuschauen, aber zumindest war die Partie unterhaltsam. Nachdem der Gast aus Ecija (Region Sevilla) durch einen Platzverweis dezimiert war, spielte der Hausherr endlich befreiter auf und spielte in der zweiten Halbzeit endlich einen einigermassen ansehnlichen Fussball. Verdienterweise fiel endlich das 1:0, zur Freude von Fabian, welcher auf das Heimteam gewettet hatte. Attacalo hingegen hielt zum Gastverein (von dem er nicht mal den Namen wusste), da diese seiner Ansicht nach durch eine rote Karte stark benachteiligt wurden. Schlussendlich blieb es beim meiner Meinung nach trotz allem verdienten Heimsieg und die Zuschauer auf der Haupttribüne sangen sogar mehrmals recht lautstark und melodiös einige Lieder.

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