Donnerstag, 8. Januar 2009

US Boulogne Cote d‘Opâle-RC Lens 3:1

Ligue 2
Stade de la Libération, 8375 Zuschauer
Ground Nr. 990


Hoch in den Norden ging es heute mit dem Asi Nummer 1 aus Schüpfen. Über Paris erreichten wir die Cote d‘Opâle nach 9 Stunden voller Kurzweil. Der Zug von Paris nach Boulogne stand vor dem Bahnhof in Amiens fast eine Stunde still, da irgendwelche Studenten anlässlich einer Demo für Unruhe sorgten. Schtudentens aufs Maul! Lüku merkte von all dem natürlich nichts, da er ja locker 10 Stunden am Stück schlafen kann. Ein Wunder eigentlich, dass er beim Umsteigen nicht schlafwandelt. In Boulogne angekommen stellten wir fest, den Junior-Hopper Anfängerfehler Nr. 1 begangen zu haben. Das gebuchte Formula One Hotel war weit außerhalb der Stadt und nicht per Bus zu erreichen. Günstiges Hotel, teures Taxi war die Ausbeute. Das Stadion von Boulogne ist in der Oberstadt nahe der schönen Altstadt gelegen. Vor Spielbeginn waren noch wenige Karten an der Kasse erhältlich. Unsere im Internet bestellten Tickets für nur 5 Euro waren ein Riesenflop, hinter dem Tor waren nicht einmal Stufen und so drängten sich unzählige Leute an den Zaun, vom Spielfeld sahen wir wenig bis nichts. Die Lösung war das Erklettern eines Zaunes außerhalb der Leichtathletik-Bahn, auf welcher wir uns befanden. Somit fror man sich bei Minustemperaturen zwar den Arsch und die Hände trotz Handschuhen ab, hatte aber zumindest Sicht auf das Geschehen. Die Freude darüber hielt nur kurz, da die Security die Leute zu verscheuchen begann. Lüku der alte Fuchs hatte genug von diesen Eskapaden und ging auf Erkundungstour. Keine 5 Minuten später die Nachricht, er habe sich auf die Tribüne geschmuggelt. Nun gut, Lükus Anweisungen gefolgt und schon sassen wir auf den kalten Steintreppen der kleinen Tribüne. Das Stadion ist mit seinem Fassungsvermögen unter 10‘000 Zuschauern zu klein und bei einem allfälligen Aufstieg in die Ligue 1 müsste man garantiert ausweichen. In 3 Jahren soll aber an anderer Stelle ein Neubau entstehen. Ausser der kleinen Haupttribüne gibt es noch die Gegentribüne, benannt nach Franck Ribéry. Auf dieser Gegentribüne waren ganz aussen ein paar Boulogne-Supporter, welche sich bemühten, aber eher nervten (dämliche Mikrofonanlage). Die Ultras von Boulogne (so man sie denn auch nennen darf) stehen hinter dem Tor auf einer eher behelfsmässigen Konstruktion. Die Gästefans sind unweit von der Heimkurve auf einer Stahlrohrtribüne untergebracht. Der Lens-Block war rappelvoll und auch ziemlich gut geschmückt. Leider hörte man nicht allzu viel aufgrund der schlechten Akkustik, aber der Block war oft in Bewegung. Dann und wann gab es noch Pyro-Einsatz in Form von Bengalen und Rauch. Das Spiel gestaltete sich vor allem in der 2. Halbzeit flott und alle vier Tore fielen kurz nach der Pause innerhalb von 20 Minuten. Der Rasen war pickelhart und ich denke nicht, dass dieses Spiel ohne TV-Liveübetragung stattgefunden hätte. Nach dem Spiel waren wir froh, im der warmen Stube zu sein, so arschkalt war es draußen. Diese Arschkälte führte dann leider auch dazu, dass unser freitägliches Spiel Calais-Niort und zahlreiche andere Ausweichspiele verschoben werden mussten. Lüku besuchte daraufhin ganz im Zipfel der Bretagne Brest-Guingamp, währenddessen ich mit dem Schiff nach Dover und danach nach Wales stresste, um dort festzustellen, dass alle drei Freitag-Abend Spiele wegen der Kälte ebenfalls abgesagt wurden.

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