Freitag, 19. Juni 2009

In Boracay

Ein kleines Flugzeug bringt uns in einem knapp einstündigen Flug nach Caticlan. Eine kurze Fahrt mit dem Trycycle und einer Fahrt auf dem Boot später sind wir auf der bekanntesten Party-Insel der Philippinen. Die Insel ist ca. 7 Kilometer lang und einen Kilometer breit und ist traumhaft schön. Boracay hat sich im letzten Jahrzehnt zu einer richtigen Hip-Destination sowohl für reichere Filipinos als auch für unzählige Touristen aus aller Welt entwickelt. Nebst der unglaublich schönen White Beach, welche 3 Kilometer lang ist und als eine der schönsten der Welt gilt, ist Boracay für sein überaus impulsives Nachtleben bekannt. Unzählige Hotels, Ressorts und vor allem Strandbars prägen die Szenerie. Meiner Meinung nach ist Boracay wunderschön, muss aber nun wirklich aufpassen, dass aus diesem Paradies nicht ein grosser Müllhaufen wird. Zudem ist die Insel im Zentrum bereits völlig überbaut und dementsprechend überfüllt. Nicht weniger als 16’000 Menschen wohnen und arbeiten auf Boracay, zudem halten sich im Durchschnitt 5000 Touristen auf der Insel auf, zu Spitzenzeiten gar noch mehr. Wir haben uns im Nigi-Nigi Ressort einquartiert, ein günstiges Hotel ganz in der Nähe der White Beach. Gewohnt wird in kleinen, herzigen Bungalows. Am ersten Abend stürzen wir uns ins Nachtleben und statten dem berühmten Klub “Cocomangas” einen Besuch ab. Das Cocomangas ist für seinen 15 Shots-Contest bekannt Jeder der diese 15 Shots trinkt und danach noch stehen kann, erhält ein T-Shirt und eine Metallplatte mit seinem Namen, welche auf der Wall of Fame aufgehängt wird. Zudem kann man für sein Land punkten. So wage ich heute den Versuch, einen Punkt für die Schweiz zu holen. Die Shots sind teilweise höllisch (z.B. mit Tabasco), so lasse ich mir 2 Stunden Zeit und trinke viel Wasser dazwischen. Schliesslich gelingt mir dieses Unternehmen und ich erhalte ein T-Shirt und mache den 152. Punkt für die Schweiz, welche einen guten Platz (ca. 20. Platz) belegt. Unangefochten an der Spitze sind die Philippinen mit beinahe 9000 Punkten, danach folgt Korea mit über 6000 Punkten. Korea wird wohl die Philippinen in einigen Jahren überholt haben, da es auf der Insel nur so von Koreanern wimmel und diese jeden Abend freudig für ihr Land punkten. Die Philippinen haben wohl zu Beginn des Cocomangas, welches bereits 1987 seine Türen öffnete, häufiger gepunktet als zu den jetzigen Zeiten. Danach tanzen wir noch in einigen Bars und kommen sehr oft mit Einheimischen und Touristen in Kontakt. Einige davon machen eindeutige Avancen, jedoch ist es sehr schwierig zu erkennen, ob es sich nun um Touristen oder Prostituierte handelt. Zusätzlich erschwerend ist die Tatsache, dass es auf dieser Insel nur so von Tranvestiten und Schwulen wimmelt. Nicht immer sind die Transen einfach zu erkennen, zudem sind einige wirklich anhänglich und lästig, nicht selten greifen sie einem einfach in den Schritt. Auch nervig sind die vielen Händler, welche einem unzählige Dienstleistungen wie Kite-Surfen, Jetsky etc. andrehen wollen. Eher lustig sind die vielen Masseusen, welche einen immer wieder für eine Massage ansprechen. Das “Sir, Massage Sir, now!“ haben wir tausende Male gehört. Die nächsten Tage verbringen wir ganz relaxt am Strand, mit viel feinem Essen und natürlich ab und zu im Ausgang. Am Sonntag Morgen früh ist unsere Woche auf Boracay vorbei und wir fliegen nach Manila zurück. Liebe Grüsse aus Boracay.

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