Donnerstag, 10. Januar 2013

Finally Down Under



Nach eher qualvollen Tagen in Jakarta waren wir froh, unsere Reise in Richtung Australien fortsetzen zu können. Mit Tiger Airways flogen wir am Mittwoch von Jakarta nach Singapore, da wir den Flug nach Sydney bereits vor unserer Abreise aus der Schweiz gebucht hatten. Dies bescherte uns einen 10stündigen Stopover in Singapore, welchen wir aufgrund strömenden Regens eher in Malls verbrachten als bei einer netten Stadtrundfahrt. Gegen Abend machten wir uns wieder auf in Richtung Changi Airport, welcher nicht umsonst als der beste Flughafen der Welt bezeichnet wird (also mehr als nur das Gegenteil des bereits kritisierten Manila Airports). Ein Stopover lässt sich auch ohne Abstecher in Singapores Innenstadt locker überbrücken, hat man doch unzählige Möglichkeiten zur Unterhaltung: Kostenloses Wi-Fi inkl. vielen PC’s zum Surfen, Game-Stationen, Gratis-Kino, Swimmingpool und unzählige Shopping- und Restaurantangebote. Der Flieger der Billigfluggesellschaft Scoot (Tochter der Singapore Airlines) fliegt jeweils um 02:10 Uhr nach Sydney, die Flugzeit beträgt knapp 8 Stunden. Die Zeit ist recht ideal, da man erstens eine teure Übernachtung in Singapore sparen kann und gleichzeitig mit nicht allzu grossem Jetlag kurz nach 12 Uhr in Sydney (3 Stunden Zeitverschiebung) landet. Die Flüge können One-Way gebucht werden und sind somit praktisch bei einer nicht Return-Flugroute (wir fliegen später von Auckland zurück nach Singapore). Wenn man früh genug bucht, ist man für sensationell günstige CHF 250.- inkl. Aufgabegepäck dabei. Man muss sich jedoch bewusst sein, dass wie bei Billigfliegern üblich jegliche zusätzlichen Dienstleistungen wie Essen, Decken/Kissen und sogar Getränke selbst gekauft werden müssen. Aber aufgrund der Abflugzeit sollte nicht allzu gross Hunger aufkommen und das Getränkeproblem löst man, indem man leere Pet-Flaschen mitnimmt und im Flieger mit kostenlosem Trinkwasser auffüllt. Der Komfort in der Boeing 777 war wie erwartet nicht allzu gross, da die Sitzplätze recht eng gestaltet sind, um möglichst viele Passagiere unterzubringen. Aber bei dem Preis darf man wirklich nicht jammern.

Sydney Harbour Bridge

 

Für die Einreise nach Australien  benötigt man kein Visum, sondern lediglich eine Einreisegenehmigung, welche unkompliziert online angefordert werden kann und bereits nach einigen Minuten automatisch per Mail zugestellt wird. Diese ist ab Ausstellungsdatum für ein Jahr gültig, jedoch nur für eine  Zeitspanne von drei Monaten ab Einreisedatum. Bezüglich Einreise hat Australien einen strengen Ruf, keinerlei frischen Lebensmittel und dergleichen zur Einführung zu erlauben. Es wird ständig, so auch in unserem Flieger als auch auf der Einreisekarte darauf aufmerksam gemacht, dass bei Nichtbeachtung strenge Bestrafung erfolgt. Sogar eine TV-Dokuserie gibt es zu diesem Thema, wo ahnungslose Touristen wegen frischen Früchten zur Schnecke gemacht werden. Daher gingen wir auf Nummer sicher und assen unsere 50 Kilo Bananen bereits im Flieger. Da uns der Einreisetyp aber sowieso als nicht-prüfungswürdig befand (jeder Einreisende bekam eine Art Zuteilungsbuchstaben), wäre dies auch nicht nötig gewesen. Nach 10 Minuten waren wir schon im Arrival-Bereich. Der Flughafen ist nur 9 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt und super an das Zugnetz angeschlossen. Weniger super ist der Zuschlag für das Ticket, welchen man für die Benutzung ab Airport entlöhnen muss (AUD 20.- return). Wir entschieden uns für einen Wochenpass für die Zone 1 in Sydney, mit welchem man alle Züge, Busse und sogar Fähren benutzen kann, dieser kostet 44 AUD, was hingegen ein fairer Preis ist und den man schnell herausgeschlagen hat, da die Single-Journey recht teuer sind. Die Lukas Langes unter uns können den Flughafen-Zuschlag auch umgehen und mit einem Pass für lau in die Stadt gelangen, wenn sie an die erste nicht-zuschlagspflichtige Station laufen, 2 Kilometer müssen erlaufen werden.

Unser Hotel (Swissôtel) hatten wir bereits in der Schweiz gebucht, da diese eine Super-Promotion für CHF 400.- für 4 Nächte (4 für 3) im Angebot hatten und die sonstigen Hotels in der Stadtmitte niemals mit dieser Rate mithalten konnten. Australien ist halt ein teures Pflaster, gerade in den Grossstädten im Zentrum.

Sydney Opera House

 

Aufgrund der Müdigkeit wurde der heute Tag eher ruhig beendet, wir liefen in ca. 15 Minuten zum Circular Quay, wo die Fähren innerhalb von Sydney abfahren und allerlei Bars, Restaurants und Performer (Aborigine-didgeridoo Spieler oder Zauberer beispielsweise) zu sehen sind. Von dort erblickt man auch zwei der bekanntesten Wahrzeichen Sydneys: Die Sydney Harbour Bridge und das Sydney Opera House. Letzteres ist in 5 Gehminuten erreichbar, auch gibt es dort Gratis-Wifi (welches in Sydney rar gesäht ist, unser Hotel verlangt unverschämte AUD 29.- pro Tag!). Ein Spaziergang entlang der Hafenpromenade bei Sonnenuntergang ist sehr zu empfehlen, so umrundeten wir das Opera House und liefen danach durch den schönen Royal Botanic Garden zurück an die Market Street zu unserem Hotel.

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