Samstag, 26. Januar 2013

Wellington



 Nach leider sehr regnerischen letzten Tagen in Australien (die Vorboten der Überschwemmungen in Queensland) brachte uns Virgin Airways in 3 ½ Stunden in die Hauptstadt Neuseelands. Der Anflug auf den kleinen Flughafen ist spektakulär, da die Landebahn sehr kurz ist und von beiden Seiten her mit Wasser umschlossen ist. Keine Sache für Hobbypiloten also. Für die Einreise nach Neuseeland benötigt man keine Online-Registrierung oder dergleichen, einfach die Immigration Card ausfüllen und Ausreiseticket vorweisen. Dafür schienen die Zollkontrollen noch strenger als in Australien zu sein, nahezu alle Koffer wurden gründlich gecheckt. Der Flughafen ist nur ca. 7 Kilometer vom Zentrum entfernt und mit einem Flughafenbus gut erschlossen. Die Pfennigfuchser unter euch könnten die Strecke sogar erlaufen, gell Lukas!

 Wellington wirkte im Gegensatz zu den australischen Städten geradezu dörflich, aber wir fanden die Stadt auf Anhieb toll. Man kann Wellington ohne Probleme zu Fuss erkunden, als Ausgangspunkt empfiehlt sich der wunderschön malerische Hafen mit seinen zahlreichen Restaurants und vielen Orten zum Verweilen. Ganz in der Nähe ist auch das Nationalmuseum Te Papa, welches man unbedingt besuchen sollte, tolle Ausstellungen und das ganze erst noch für Gratis. Zu meiner Freude war gleichzeitig eine Sonderausstellung über Videospiele mit zahlreichen Konsolen von den 70er Jahren bis heute zum Spielen, was für ein Traum (es sei denn, du bist die eher uninteressierte Begleitperson)! Am Sonntag besuchten wir einen phantastischen Markt gleich am Hafen, wo wir aufgrund einer sagenhaften Auswahl an Essen die Qual der Wahl hatten. Wellington ist übrigens sehr bekannt für das grosse kulinarische Angebot, es hat unglaublich viele Restaurants in allen Preisklassen und eine höhere Dichte an Bars und Restaurants als New York. Gleich daneben konnte man sich am Ufer des Oriental Bay abkühlen, inklusive Sandstrand. Sportlich wie wir sind mieteten wir noch Kajaks am Hafen (nur um zu merken, dass wir doch nicht so sportlich sind). Wer einen schönen Ausblick auf Wellington und die Anflüge auf den Flughafen geniessen möchte, dem sei die Besteigung des Mount Victoria empfohlen.  Dies ist sowohl zu Fuss (ein bisschen anstrengend) als auch mit dem Bus möglich. Weniger anstrengend war die Fahrt mit dem Cable Car zum botanischen Garten, wo man ebenfalls einen guten Ausblick über Wellington erhält, jedoch ist derjenige vom Mount Victoria zu favorisieren. Zu guter Letzt besuchten wir noch das beindruckende Reservat Zealandia, wo viele neuseeländische Traditionstiere in einem geschützten Rahmen (gigantischer Zaun um das ganze Schutzgebiet) leben.  Hier kann man den Kiwi – seineszeichen Nationalsymbol von Neuseeland – in freier Natur während einer Nachtexpedition mit speziellen Nachtsehgeräten bestaunen. Ein herziges, kleines Tierlein, auch wenn diese Meinung nur von 50% meiner Reisegruppe geteilt wird. Ich fand es toll, aber evtl. war die Messlatte nach Koalas und Känguruhs bei der anderen Hälfte der Gruppe etwas zu hoch :-)

 

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